Montag, 22. Februar 2016

Montagsfrage #2 Gewalt in Büchern


Montagsfrage #2

Thema …. Gewalt in Büchern – interessant oder unnötig?

Foto: Buchfresserchen


Mal wieder hat die Montagsfrage ein interessantes Thema aufgeworfen, über welches ich gern meine Meinung in die Bücherwelt hinaus tragen möchte.

Vielleicht kennt ihr ja den Blog von Svenja. Er nennt sich BUCHFRESSERCHEN. Dort stellt sie der Bloggerwelt jeden Montag eine Frage. Man muss diese nicht zwingend montags beantworten. Man muss sie eigentlich gar nicht beantworten. Aber wenn ich dazu schon meine Gedanken zu Papier bringe, dann schon an dem Tag, den der Titel uns verrät.

Manche Blogger machen bei dieser Aktion jeden Montag mit, Andere lassen sie ganz weg und wieder Andere, wie ich, beantworten diese Frage immer dann, wenn sie das Thema interessant finden.

Neulich ging es in der Montagsfrage um das Thema Rezensionsexemplare. Ich habe dazu hier auf dem Blog meine Meinung geschrieben. Wer das Ganze noch einmal lesen möchte, kann gern mal HIER klicken und im damaligen Beitrag stöbern. Ansonsten einfach entsprechend auf das Label unten klicken, dort findet ihr alle Montagsfragen, die ich bisher oder in Zukunft beantwortet habe bzw. beantworten werde.

Heute geht es um ein Thema, was nie an Aktualität verlieren wird. Es geht um Gewalt. Speziell um Gewalt in Büchern.




Die Montagsfrage vom BUCHFRESSERCHEN lautet:

Wie kommst du mit Gewalt in Büchern zurecht? Magst du blutige Szenen oder lehnst du sie ab?

 


Hierzu muss ich sagen, dass ich Gewalt im realen Leben grundsätzlich ablehne. Dabei ist es mir völlig egal, ob diese Gewalt körperlich oder seelisch ist. Jemandem mit Absicht zu schaden oder Schmerzen zuzufügen, geht gegen Alles, was ich als Menschenwürde empfinde. Sportliche Dinge, wie Wrestling, Boxen oder sonstige Kampfsportarten nehme ich hier jedoch raus. Das ist Sport. Das ist keine Gewalt. Auch wenn es unter Umständen zu Schmerzen und Verletzungen führen kann.  

Es gibt diesen einen Satz im Grundgesetz der BRD, den ich in- und auswendig kann und den ich wahnsinnig wichtig finde. „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ (Art. 1 GG) Dieser Satz bedeutet für mich, dass jeder Mensch unabhängig der Herkunft, Hautfarbe, sexuellen Orientierung, des Geschlechts, … ein Recht darauf hat, ohne Gewalt und Schaden durch den Alltag zu spazieren.

Allerdings informiere ich mich oft über Gewalt. Man bekommt es in der Tagesschau und auch in allen anderen Medien tagtäglich mit. Das ist Information (ebenfalls ein Grundrecht). Außerdem lese ich Krimis, Thriller, … Auch hier spielt Gewalt eine Rolle. Das ist für mich Unterhaltung. Und ganz oft hat bei dieser Unterhaltung das Ende den Zweck, ganz klar zu sagen, dass Gewalt nie die Lösung der Probleme ist. Auch Romane von Sebastian Fitzek, die an psychischer Gewalt selten sparen, haben am Ende (spätestens im Nachwort) immer auch etwas Lehrreiches, immer einen Grund, einen Weckruf oder eine Info. Das finde ich bei Gewalt in Büchern wichtig. Unbegründete Brutalität möchte ich nicht lesen, bloßes Abschlachten ohne Geschichte im Hintergrund, ohne jede Erklärung und jeden Bezug zu Etwas, das muss ich nicht haben.



Meine Antwort auf die Montagsfrage lautet also:

Ich komme mit brutalen Szenen zurecht. Ich lehne Gewalt in der Realität für  mich ab, nehme sie in Büchern jedoch als Information, oder Unterhaltung wahr, wenn sie etwas haben, woraus man als Leser eine Lehre ziehen kann.



Man muss ja auch immer sehen, dass Thriller keine Tatsachenberichte sind. Es wird ja Niemandem tatsächlich gerade Gewalt angetan. Und wenn es um Tatsachenberichte in der Literatur geht, dann ist es wieder Information. Man sollte hier also schon zwischen Fiktion und Realität unterscheiden.

Wie schon beim letzten Mal, interessiert mich natürlich brennend, was ihr zu diesem Thema zu sagen habt. Verratet mir das gern unter diesem Post oder schreibt selbst auf eurem Blog einen Beitrag dazu. Ich freu mich auf die Diskussionen und wünsche euch noch einen schönen Restmontag. 



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