Dienstag, 10. Mai 2016

Nina Ohlandt - Ist so kalt der Winter *E-Book-Rezension*



Ist so kalt der Winter
Nina Ohlandt

Kurzer Krimi mit schnellem Ende


Gelesen: Mai 2016

Allgemeines

Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Entertainment)
Erscheinungsdatum: 08.10.2014
Format: E-Book
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-7325-0123-6
Seiten: 115 (plus ca. 30 Seiten Leseproben)
Preis: 2,99 €



Foto und Klappentext Bastei Lübbe


Klappentext:

Hochspannung zur Winterzeit! Ein Kurzkrimi von der Küste aus der Feder der Bestseller-Autorin Nina Ohlandt, inklusive einer XXL-Leseprobe ihres Romans „Möwenschrei“.

Der Flensburger Hauptkommissar John Benthien freut sich auf erholsame Feiertage. Gemeinsam mit seinem Vater möchte er auf Sylt ein ruhiges Weihnachtsfest verbringen, fernab von Stress und Arbeit. In ihrem Kapitänshaus auf der Nordseeinsel steht plötzlich die neue Nachbarin Annelie Jansen im Wohnzimmer. Die verängstigte ältere Dame berichtet von einem Einbruch in ihrem Haus und dass sie sich verfolgt fühlt.

Bereitwillig nehmen die Benthiens ihre Nachbarin bis zu den Festtagen bei sich auf. Kurz vor Weihnachten kehrt Annelie vollkommen aufgewühlt von einem Dünenspaziergang zurück. Sie habe den Mord an einem als Weihnachtsmann verkleideten Mann mit ansehen müssen. Wenig später erschüttert ein weiterer mysteriöser Todesfall die Inselbewohner. Und dann wurde ja auch der entflohene Gewalttäter Luca Meinhardt auf Sylt gesichtet. Steckt er etwa hinter den Verbrechen?

"Ist so kalt der Winter. Ein Nordsee-Krimi": Beste Krimi-Unterhaltung an dunklen Winter-Tagen und in langen, kalten Nächten, nicht nur für Fans von Eva Almstädt und Theodor J. Reisdorf.

 
„… der Weihnachtsmann war tot“


Diesen Krimi habe ich Rebecca Sevenig vom Verlag „Bastei Lübbe“ zu verdanken. In ihrer Rundmail ging es um einen ganz anderen Krimi von Nina Ohlandt, den ich euch zu gegebener Zeit noch etwas genauer vorstellen werde. Zur Vorbereitung darauf hat sie mir jedoch ein Rezensionsexemplar von IST SO KALT DER WINTER geschickt. An dieser Stelle also HERZLICHEN DANK!!!! Es hat mich sehr gefreut, dass ich diesen Krimi lesen durfte.

Ganz typisch für viele Kriminalromane bekommt man bereits im Prolog einen Gewalttäter vor Augen geführt, dessen kriminelle Energie noch nicht versiegt zu sein scheint.
In Gedanken schließt der geübte Krimi-Leser nun schon einen Hauptverdächtigten aus. Aber ist dieser Gedanke richtig? Oder nutzt die Autorin diese Denkweise, um ihren Kurzkrimi schon von Beginn an von unwichtigen Elementen fern zu halten? Dazu später mehr.

Das Thema WEIHNACHTEN passt nicht unbedingt in sommerliche Maitage. Dem Buch aber deshalb Sterne abzuziehen, halte ich für Unsinn. Was kann die Autorin dafür, dass ich gerade jetzt zu diesem Krimi greife? Mein Tipp an Leser, die nicht auch im Mai mit Weihnachten in Berührung kommen möchten … Lest es im Dezember. Für Alle, denen diese Tatsache Nichts ausmacht, ist es natürlich völlig unerheblich.

Äußerst knappe Kapitel sorgen zuverlässig dafür, dass diese Geschichte straff bleibt, obwohl auf die ganz fiesen Cliffhanger größtenteils verzichtet wird. Neugierig ist man trotzdem, weiterlesen möchte man auch. Immerhin muss man ja herausfinden, wer nun den Weihnachtsmann umgebracht hat und ob die arme alte Frau Jansen am Ende in Sicherheit kommt, bevor sie selbst zum Opfer der Geschichte wird.

Am Ende geraten wir von einem Kapitel zum nächsten an die Auflösung der Geschichte. Das geht so schnell, dass man es kaum merkt. Die Person, die am ganzen Dilemma Schuld trägt, ist keinesfalls unlogisch, dennoch aber sehr überraschend.
In einem Roman aus diesem Genre beginnt der Weg zur Auflösung ja fast immer direkt nach dem Prolog.  Ein Bisschen mehr Ausführlichkeit im letzen Abschnitt vor eben dieser Auflösung hätte ich mir hier aber schon gewünscht!

Außerdem fand ich es etwas schade, dass die Person aus dem Prolog im Verlauf der Geschichte zwar als mögliche Täterperson ins Visier geraten ist, nie jedoch ausführlich darauf eingegangen wurde, wie deren Geschichte verlaufen ist. Abgesehen von wenigen Zeilen, ganz am Ende des Krimis.

Der flüssige Schreibstil, den Nina Ohlandt hier verwendet hat, macht das Buch aber dennoch zu einem sehr kurzweiligen Lesevergnügen für zwischendurch. 115 Seiten konnte ich mir perfekt auf 2 Abende aufteilen und als kleine Geschichte vorm Schlafengehen lesen. Nun bin ich natürlich sehr gespannt, was die Reihe für mich noch bereit hält. Es sind ja schon diverse Titel erschienen, in denen John Benthien als Hauptprotagonist besondere Mordfälle lösen darf.

Solltet ihr also Lust haben, mal etwas Leichtes lesen zu wollen, in dem es Blut gibt, in dem es Tote gibt, in dem es aber auch eine passende Portion Humor gibt, dann greif gern zu diesem E-Book. Die Geschichte ist als PRINT so leider nicht erhältlich. Aber andere Romane der Autorin sind durchaus in gedruckter Form zu kaufen. Falls ihr da mal reinschauen wollt, klickt einfach mal **HIER** und stöbert durch ihre Titel.

Ich gebe diesem Buch 3,4 Sterne. Für glatte drei Sterne hat mir das Buch doch zu viel Spaß gemacht. Das möchte ich nicht abwerten. Wenn ich allerdings überlege, wie mich Bücher unterhalten haben, die bereits mit 4 Sternen bewertet wurden, dann muss ich fairerweise hier leichte Abstriche machen. Deshalb … 3,4. Bei Lovelybooks bedeutet das dann wieder … Rundungsregel … also 3/5 Sternen. 

Irgendwie habe ich jetzt richtig Appetit auf Zimtsterne. Vielleicht sollte ich am Wochenende mal den Ofen anwerfen.

In diesem Sinne ... Fröhliche Weihnachten. 

Infos & Links:




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